// 22 May 2026
Leb wohl, Bruno — unser Hundsstern
Diese Seite trägt den Namen astrohusky — nach Bruno, meinem Sibirischen Husky von dreizehn Jahren, meinem Begleiter am Teleskop durch jede kalte, klare Nacht. Heute hat er uns verlassen. Ein Abschied und ein Dank für den Namen.
Diese Seite heißt astrohusky. Heute muss ich euch erzählen, warum.
2013 spazierte ein kleiner, lauter, unmöglich flauschiger Husky-Welpe in unser Zuhause und beschloss, dass er das Sagen hatte. Er hatte recht. In den nächsten dreizehn Jahren regierte Bruno das Haus, den Garten und vor allem mich.

Er war ein Husky in jeder herrlichen, anstrengenden Hinsicht — ein ganz eigener Kopf, eine Meinung zu allem und die Stimme, sie in vollem Raumklang vorzutragen. Das Wuffen. Das Heulen. Die langen, empörten Diskussionen darüber, dass das Abendessen zu spät kam. Das schönste Geräusch der Welt war das, das er machte, wenn ich zur Tür hereinkam: dieses ansteigende, redselige „wuu-wuu“, das hieß — du bist zurück, endlich, setz dich, lass mich dir von meinem Tag erzählen. Ich würde alles dafür geben, noch ein einziges Mal zu spät zum Abendessen zu kommen und es zu hören.

Er war ein Ausbruchskünstler und ein kleiner Dieb. Ein Husky läuft eigentlich nicht vor dir weg — er läuft voraus, überzeugt davon, dass du auch mitkommen willst. Mehr als einmal hieß das, dass Bruno mit einem meiner Werkzeuge im Maul über das Feld trabte — einem Objektivdeckel, einem Kabel, einem Handschuh — und sich umsah, um sicherzugehen, dass ich es bemerkt hatte. Ich bemerkte es immer.


Und in den kalten, klaren Nächten war er meine Gesellschaft. Astrofotografie heißt vor allem Warten in der Dunkelheit und der Kälte — und Bruno, genau dafür gemacht, ließ sich neben der Montierung in den Schnee sinken, während die Kamera Sternenlicht sammelte, vollkommen zufrieden, vollkommen da. Galaxien waren ihm egal. Ihm ging es darum, unter dem offenen Himmel neben mir zu sein. Jedes Foto in dieser Galerie entstand, während er ein paar Schritte entfernt war.
Deshalb trägt dieser Ort seinen Namen. Der Pfotenabdruck im Logo ist seiner. Und der kleine goldene Stern daneben ist Sirius — der hellste Stern an unserem ganzen Himmel, den die Alten den Hundsstern nannten. Ich hatte das nicht geplant. Anscheinend hatte ich ihn längst ins Logo eingebaut, bevor ich wusste, dass ich einen Ort brauchen würde, um ihn zu bewahren.

Bruno hat uns heute verlassen, mit dreizehn Jahren. Das Haus ist viel zu still, und es gibt einen Platz neben dem Teleskop, der nie wieder auf dieselbe Weise gefüllt werden wird.

Aber das nächste Mal, wenn die Nacht kalt und klar ist und ich die Ausrüstung nach draußen trage, weiß ich genau, wohin ich schauen muss. Sirius wird da sein — tief und hell und unmöglich blauweiß, so wie er seine Nächte mochte. Mein Schatten. Mein Hundsstern. Direkt neben mir, so wie er es immer war.
Leb wohl, Bruno. Danke für das Wuffen, das Chaos, die gestohlenen Werkzeuge und die dreizehn Jahre. Danke für den Namen.
Wuu. 🐾